Mykorrhiza
Mykorrhiza, Mykorrhizapilze und Wurzelaktivatoren.
Mykorrhiza ist eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen, die seit den Anfängen des Lebens auf der Erde existiert. Es handelt sich um ein natürliches Phänomen, das in der Natur weit verbreitet ist. Bei fast 90 % der Pflanzen, die in natürlichen Lebensräumen wachsen, sind Pilze beteiligt. Dank der Mykorrhiza können Pflanzen ungünstige Wachstumsbedingungen, wie saure Böden, erfolgreich bewältigen und sogar unter extremen Bedingungen gedeihen. Als natürliches Wachstumsstimulans ist Mykorrhiza äußerst hilfreich.
Kultivierte Pflanzen wie Thuja haben oft keine natürlichen Mykorrhizapilze, die natürlicherweise mit ihren Wurzelsystemen in Symbiose leben. Das weit verbreitete Phänomen der Mykorrhiza in natürlichen Umgebungen ist in künstlich hergestellten Substraten oft schwer zu erreichen.
Die Vorteile der Mykorrhiza-Impfung sind vielfältig, zu den wichtigsten gehören:
Besseres und gleichmäßigeres Pflanzenwachstum.
Erhöhte Resistenz gegenüber Trockenheit.
Resistenz gegenüber bestimmten Bodenpathogenen und Krankheiten.
Entwicklung eines gesunden und kräftigen Wurzelsystems, das mehr Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen kann.
Reduzierter Bedarf an zusätzlicher Düngung.
Stressreduktion beim Umpflanzen.
Bodenstabilisierung, Förderung der Bodenaggregation und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.
Die Vorteile der Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen sind noch zahlreicher, aber eines der wichtigsten ist, dass diese Partnerschaft dazu beiträgt, den Bedarf an häufiger Düngung und Bewässerung zu reduzieren. In Orten wie Gärten, wo natürliche Mykorrhizapilze selten vorkommen, ist die künstliche Impfung daher oft erforderlich. Dieser Vorgang muss in der Regel nur einmal im Leben der Pflanze durchgeführt werden, was die Pflege erleichtert.
Pflanzendünger mit Mykorrhiza:
- Nicht geeignet für: Nadelbäume wie Kiefer, Fichte, Tanne und andere, sowie einige Laubbäume wie Eiche, Birke, Buche und für Pflanzen aus der Familie der Heidekrautgewächse: Rhododendron, Heide, Heidelbeeren, Preiselbeeren usw.
- Anwendbar z. B. Zierpflanzen, Obstpflanzen, Gemüse oder Rasen. Der einzige Begrenzer ist der pH-Wert des Substrats, der zwischen 4,5 bis 7 liegen muss. Der Mykorrhiza-Impfstoff wird nur einmal angewendet. Es ist nicht erforderlich, das Verfahren zu wiederholen, da die Pilze sich für immer an die Wurzeln der Pflanzen binden.
Mehr Informationen finden auf unsere Website: Symbiose.
I. MYKORRHIZA-Impfstoffe
- Endomykorrhiza
- Ektomykorrhiza
- Ericoide Mykorrhiza
II. WELCHE PILZE WERDEN IN IMPFSTOFFEN VERWENDET
III. WIE PFLEGT MAN MYKORRHIZENPILZE
IV. WIE MAN MYKORRHIZENPILZE PERIODISCH DÜNGT
V. SEHR WICHTIGE FRAGEN VON KUNDEN
- Das Besprühen von mit Fungiziden behandelten Pflanzen
- Kann die Pflanze die Mykorrhiza vor Fungiziden schützen
- Ein paar Pilze und eine Pflanze – wer zuerst kommt, mahlt zuerst
- Ein paar Pilze und eine Pflanze - Krieg oder Frieden
VI. BONUS - Wie man einen pflegeleichten Rasen anlegt
Unterkategorien
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Endo-Mykorrhiza
Endomykorrhiza – der reale biologische Vorteil von Dünger mit Mykorrhiza gegenüber reiner Inokulation
In der gärtnerischen Praxis ist eine reine Mykorrhiza-Impfung oft wenig wirksam, da die Pilze einen direkten Kontakt mit aktiv wachsenden Wurzeln benötigen. In armen, trockenen oder biologisch „toten“ Böden bleiben die Sporen häufig inaktiv oder sterben ab, bevor es zur Besiedelung kommt.
Organischer Dünger mit Mykorrhiza bietet einen realen biologischen Vorteil, weil er ein Milieu schafft, in dem die Pilze überleben und metabolisch aktiv bleiben können, auch wenn der Wurzelkontakt nicht sofort erfolgt. Durch die enthaltene organische Substanz kann die Mykorrhiza vorübergehend wie ein Bodenpilz funktionieren – sie erhält ihre Enzymaktivität aufrecht und „überdauert“ bis zum Kontakt mit der Wurzel, anstatt nach der Ausbringung abzusterben.
Ergebnis:
- höhere Überlebensrate der Mykorrhiza im Boden,
- deutlich höhere Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wurzelbesiedelung,
- stabilere und nachhaltigere Wirkung als bei der Anwendung einer reinen Impfung.
Genau diese Fähigkeit, die biologische Aktivität der Pilze vor dem eigentlichen Wurzelkontakt aufrechtzuerhalten, ist der entscheidende, praxisrelevante Vorteil von Dünger mit Mykorrhiza – insbesondere unter realen, nicht optimalen Bodenbedingungen.
Wichtig: Dieses besondere Produkt – "Pflanzendünger mit Mykorrhiza" – platziere ich sowohl in der Kategorie Dünger als auch separat in der Kategorie Endo-Mykorrhiza. Es handelt sich um ein funktional sehr spezielles Produkt, das sich deutlich von klassischen Düngern unterscheidet und im „Dschungel“ herkömmlicher Dünger leicht übersehen werden könnte.
Aus Sicht eines Praktikers im Gartenbau ist dieses Produkt eine eigene, klar abgegrenzte Kategorie wert. Der Dünger mit Mykorrhiza ist weder ein typischer Dünger noch eine reine Mykorrhiza-Impfung, sondern eine kombinierte Lösung, die die Wirksamkeit der Mykorrhiza unter realen Gartenbedingungen deutlich erhöht.
Mehr Informationen finden auf unsere Website: Symbiose und Die Hecke trocknet aus - was ist zu tun.
